Malta: Ich hab schon Pferde schwimmen sehen…

Alleinreisen kostet am Anfang immer ein bisschen Überwindung, wird aber schnell normal. Sicherlich gibt es noch Situationen, die ungewohnt sind und an die ich mich vielleicht auch nicht unbedingt gewöhnen kann und möchte, aber alles in allem überwiegt immer das Gefühl, es auch allein draußen in der Welt schaffen zu können. Und es macht mich immer stolz, dass ich nirgendwo strande und alle Reisepannen mit viel Ruhe und auch ein bisschen Humor bewältigen kann.

Malta ist ein gutes Soloreiseziel. Übersichtlich (gut, sehr übersichtlich), was die Größe des Reiselandes anging, englischsprachig, leicht zu erreichen und eine Schönwettergarantie gab es obendrauf. Für den Kick buchte ich mir ein Zimmer in der Wohnung einer zauberhaften Schweizerin, die seit einigen Jahren in Malta wohnt. Und das, obwohl ich eigentlich ungerne allein in Anwesenheit Fremder in fremden Wohnungen übernachte. Aber sie war eine wunderbare Gastgeberin, wenn auch ihr Hygieneempfinden in puncto Sauberkeit in der Wohnung… äh… ja, sagen wir mal sehr zu wünschen übrig ließ. Aber all meine früheren Reisen haben mir (oftmals auf die harte Tour) beigebracht, dass man sich wirklich an alles gewöhnen kann, wenn man nur bereit ist, beide Augen zuzudrücken (hier im direkten und übertragenen Sinne gemeint).

Nun aber zu Malta. Es hat mich einiges gelehrt:

  1. Ich kann es mit mir selbst sehr gut aushalten.
  2. Mein Orientierungssinn wird sich in diesem Leben nicht mehr einstellen.
  3. Pferde können durch ein halbes Hafenbecken schwimmen (ich habe ehrlich versucht, ein Foto zu machen, es ist mir aber nicht wirklich gelungen, also müsst Ihr darauf vertrauen, dass ich hier nicht übertreibe).
  4. Ein tägliches Feuerwerk ist ab dem dritten zweiten Tag schon nicht mehr spektakulär. Auch nicht, wenn es in jedem kleinen Eckchen des Landes abgefackelt wird, an dem eine Kirche steht. Und man einen Logenplatz auf einer Dachterrasse mit Blick über das Land hat.
  5. Malta ist wunderschön!

Zu Punkt 5 habe ich natürlich auch Bilder. Denn darum gehts auf dieser Seite ja eigentlich.

Großer Fan bin ich übrigens von den Balkonen. Die sehen nicht nur hübsch aus, sondern haben auch noch den Vorteil, dass sie die Hitze vom Inneren des Hauses abhalten.

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Bekanntermaßen bin ich ja Fan von nicht ganz so perfekten Bauwerken. Abbröckelnde Farbe, schiefe Häuser in kleinen Straßenfluchten, das hat für mich immer viel Charme.

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Obendrauf noch das Meer und ich bin glücklich.

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Und übrigens: es schwimmt noch nicht, aber die Beine sind schon mal nass.

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